Mein Magen zieht sich zusammen und alles in mir will nach draußen. Die Luft zum atmen verätzt meine Lungen. Mein Schädel droht zu platzen. Tränen sprudeln wie ein Wasserfall aus meinem Gesicht. Und alles zieht mich wie ein Anker auf den Grund des Meeres. Wo niemand meine Tränen sehen kann, niemand meinen Schmerz hören kann. Niemand rettet mich. Niemand ist da. Und dieser Schmerz tötet mich. Ich kann nicht mit mir selber leben. Ich ertrage mich nicht länger als ein paar Stunden. Dann drehe ich durch. Dann laufe ich Amok und alles was ich töte bin ich. Ich bin eine innerliche Laiche. Wandelnd unter den Lebenden. Beneide ihren Herzschlag. Dieser Schmerz zerreißt mich und ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalten kann. Ich ertrage es nicht sie zu sehen. Und ich ertrage es auch nicht ihn zu sehen. Ich will das alles gar nicht hören. Und sie scheißt einfach auf meine Gefühle. Und ich sterbe. Sterbe vor all diesen Augen. Liege geschlagen am Boden. Und niemand hat es gemerkt. Niemand hat mich gesehen. Niemand hat mich gerettet. Am Meeresgrund liege ich. Ertrunken in ihrem Schmerz.
21. November 2012
18. November 2012
Für Y.
Ich bin zu empfindlich, dass weiß ich. Ich denke zu viel und tue zu wenig. Ich bin zu nah am Wasser gebaut und viel zu unsicher. Ich vergleiche mich zu oft mit anderen und ziehe mich damit selbst runter. Ich hab die Angewohnheit mich in Sachen hinein zu steigern und darin zu ertrinken. Ich habe so viele Fehler. Ich kenne sie alle, aber habe nicht den Mut etwas daran zu ändern.
Ich habe damit angefangen, weil ich weiß, dass du deine Fehler nicht gerne hörst. Und ich wollte dir nur bewusst machen, dass meine Fehler deine größten Stärken sind. Keiner ist perfekt und niemand kann alles, dass weißt du. Und ich bin nicht der Mensch, der so etwas leicht fertig und gerne sagt. Ich ziehe mich lieber in mein Schneckenhaus zurück. Verstecke mich lieber vor meinen Problemen und der Außenwelt. Und egal was passiert, du wirst immer der einzige Mensch sein dem ich wirklich alles erzählen kann. Du ergänzt mich am Besten und ich weiß, dass du immer für mich da bist, wenn ich dich brauche. Und mir ist auch bewusst, dass dich meine Unsicherheit manchmal nervt. Dass ich dich allgemein manchmal nerve. Aber weißt du, wenn ich es am wenigsten verdiene, dann brauche ich Hilfe. Dann brauche ich jemanden der für mich da ist. Das ist schwer zu verstehen, ich weiß. Aber meine Gedanken bringen mich manchmal um den Verstand. Es tut mir so leid. Das alles tut mir so leid. Und ich wünschte ich wäre anderes, einfach normal. Ich wünschte ich wäre nicht so nervig scheiße. Und ich wünschte ich würde nicht immer alles falsch machen. Ich weiß, dass du dich höllisch aufregen wirst, wenn du das hier jemals raus findest. Und nicht nur weil ich dich angelogen habe. Aber ich brauche das hier einfach. Ich muss meine Gedanken irgendwo loswerden. Ich weiß du erinnerst dich noch an den Abend, an dem ich dir alles mit F. gebeichtet habe. Und weiß du welcher Satz mich seit dem nicht mehr los lässt? Du musst verstehen, dass du nicht die einzige mit Problemen bist! Und das macht mich fertig. Wie egoistisch ich letztendlich war. Wie dumm ich einfach bin, dass ich denke meine Probleme wären wichtig. Dieses Gefühl macht mich fertig. Und ich fühle mich so schuldig, weil ich euch damit belästige. Ich weiß ich widerspreche mich andauernd. Aber so ist das in meinem Kopf, nichts macht lange einen Sinn. All das macht mich so fertig. Und jedesmal, wenn ich langsam in meinem Kopf versinke und so still werde und du mich dann fragst ob ich irgendetwas habe und ich dann sage nein ich bin nur so müde, dann stimmt das eigentlich nicht, weil all das und nichts in meinem Kopf auf und ab tanzt und mich so klein, so unwichtig, so ungeliebt, so bedeutungslos erscheinen lässt. Und genau diese Tatsachen wollte ich nie wahrhaben. Die wahrheit tut weh. Und ich habe mich all die Jahre selbst belogen und nun pralle ich knallhart gegen die Wahrheit. Du kannst dir nicht vorstellen wir sehr das wehtut. Niemand kann das verstehen. Niemand hat auch nur die leiseste Ahnung davon. Wenn ich dir die Wahrheit sagen würde, wären deine ersten Worte: Nein das stimmt nicht, hör auf dir so etwas zu sagen, das ich einfach nicht wahr. Aber auch das wären Lügen, dass weißt du genau so gut wie ich. So etwas will man sich einfach nicht eingestehen. Aber es stimmt. Und lügen macht alles einfach nur noch schlimmer. Du hast all das was ich immer wollte. Und zu sehen wie du das Leben lebst, dass ich mir so sehnlichst wünsche, verletzt mich so, so tief in meiner Seele, dass ich kaum Worte dafür habe. Neid ist ein grünes Monster, das in uns lebt. Das sagt man so schön und es ist wahr. Ich verurteile dich nicht, du kannst ja auch nichts dafür, dass du alles hast und ich nichts. Und ich weiß, wenn du das jemals lesen würdest, du würdest zu all dem hier nicht zustimmen. Aber versetz dich einmal in meine Lage und sag mir dann mit reinem Gewissen, dass du dich nicht genau so fühlen würdest. Es ist einfach so, es ist eine der Wahrheiten, die mich so tief verletzt. Und ich kann nichts dagegen machen, weil ich einfach so bin, wie ich nun einmal bin. Es ist wie eine Teufelskreis-lauf aus dem ich nicht entweichen kann.
Wieso ich dir das alles sage? Weil ich mich selbst nicht so ganz verstehe, weil ich weiß, dass niemand sonst mich wirklich gut versteht. Und weil du die Person bist, von der ich will, dass sie mich kennt. Ich meine wirklich kennt. Und ich will, dass du mich irgendwie besser verstehst. Besser als ich es tue. Und das ist schon wieder so ein egoistische Gedanke von mir, weil ich von dir erwarte, dass du mich rettest. Das du mich aus diesem Loch ziehst in dem ich fest sitze. Und wenn du es versuchst, schubse ich dich jedesmal weg. Ich bin muss da selber raus kommen. Und das ist auch der Grund, wieso du all das hier niemals lesen wirst. Letztendlich ist all das hier nur für mich. Und all diesen Egoismus halte ich nicht aus.
Alles was ich noch sagen kann ist, dass es mir leid tut. Und ich wirklich hoffe, dass du mir irgendwann verzeihen kannst. Auch wenn du jetzt noch nicht sauer auf mich bist, irgendwann wirst du es sein, weil jeder irgendwann die Schnauze voll von mir hat. Ich weiß nicht wie die Zukunft aussieht. Und ob ich meine Zukunft haben will.
Es tut mir leid, Ava June.
11. November 2012
things in my head and i don't know why they're in englisch
It's hard for me to understand how things are going. Everything circles around anything. And the end is always nearer than you thought. I can't handle the fact that i'm not the only one how things such strange and awful things. It always shocks me. I'm not able to trust peoples words. Im always haunted by the idea that everyone is just lying to me. And it's so hard for me to get this all into my head, because really everyone has these struggles and desires into their heads and everyone must learn how to be happy with themselves. And you really have to know that you aren't the only person in the world with this things inside of your head. you aren't the only one who's hurting! Really everyone around you's hurt too, but in our society it's the best for you to keep quiet about your problems, otherwise you'll get hurt several times. Human nature is awkward and to me it seems like everyone's always starving for the approval from others. Everyone's an insecure mess, but nobody's showing it.
#15
Mitten in dieser Menschenmenge zu stehen und nichts zu fühlen. Kein Glück, kein Pech, einfach nur dieses Nichts. Es kriecht von allein Seiten, von jeder flüchtigen Berührung mit einer Fremden Person, jedem Blick der im Leeren endet. Ergreift deine Gedanken und schmeißt dich auf die zerbrochenen Gläser zu deinen Füßen. Blut strömt aus allen Narben deines Körpers. Und wo du hinguckst siehst du nur, was du nicht haben kannst. Beobachtest alles was dir fehlt und fragst dich was dein Fehler war. Und fast wärst du in dir selbst ertrunken. Doch eine Hand Griff nach deiner und zog dich zurück an die Oberfläche. Und alles was in dir steckte, alles und nichts, kotzt du in die Gesichter der Menschen, die um dich standen. Du denkst niemand weiß wie es sich anfühlt enttäuscht, traurig und einfach sauer auf alles und jeden zu sein. Niemand kennt dieses Gefühl nicht geliebt, nicht verstanden und nicht gewollt zu sein. Da auf dem Boden liegst du und überlegst für wen du eigentlich was bedeutest. Wer würde weinen, wenn du plötzlich verschwinden würdest. Zu wissen wie das ist, macht aus wie tief du gefallen bist. Meine Lungen verätzen vom Rauch, der mich nach draußen zieht und niemals zuvor hab ich mich so klein und unbedeutend gefühlt, dass ich mitten in dieser Menschenmenge, aus Gesichtern meiner Vergangenheit, sterben wollte.
Die Wahrheit ist, meine schlechteste Angewohnheit ist es, mich mit anderen zu vergleichen. Es gibt immer jemanden mit einem schöneren Lächeln, hübscheren Klamotten, dünneren Beinen, leuchtenderen Augen und längerem Haar. Ich zieh mich damit selbst so runter. Ich kann niemals glücklich sein mit der Art wie ich bin. Ich bin voller Selbstzweifel und das ich wohl das Größte, dass ich an mir ändern würde, wenn ich könnte.
8. November 2012
#zugroßeselbstzweifel
Langsam kommt er die Treppe hinunter geflogen. Genau im falschen Moment drehe ich mich um. Und sofort auch wieder zurück. Versuche den Stich in mir wegzuatmen. Auf einmal gehen die Augen der anderen in die selbe Richtung. Heiß, kalt, heiß, kalt folge ich ihren Blicken. Da starren mich seine wunderschönen blauen Augen direkt an. Mindestens drei Sekunden lang gibt es nur meine und seine Augen. Alles verschwimmt in ihnen. Alles ertrinkt in ihnen. Und so unerwartet wie alles kam, ist es auch schon Vergangenheit. Ich muss damit klar kommen. Ich muss akzeptieren, dass es zwar diese Momente gibt, aber kein Mensch so unendlich viel in sie hinein interpretiert, so viel daran denkt, wie ich es tue. Letztendlich sind es genau diese Augenblicke, die mich fallen lassen, die alles nur noch schlimmer machen. Denn sie machen meine Hoffnung. Meine Hoffnung, die mein Untergang ist.
für L.
7. November 2012
#unendlicherschmerz
Wir sitzen in diesem Raum. Werde mich hier wohl niemals so ganz wohl fühlen. Immer wieder starre ich die Schränke und die Betten an, obwohl ich sie schon längst kenne. Sie sitzt vor mir, die Füße hochgelegt. Langsam fängt sie an zu reden. Von Problemen die mich nichts angehen, die sie nichts angehen. Und doch wird drüber geredet, so wie es immer ist. Wieso sie mir das alles erzählt ist die Frage die keiner von uns beiden ausspricht. So vieles liegt ungesagt in der Luft dieses erdrückenden Zimmers. Die Uhr tickt und wir müssen gehen. In die Kälte unserer Schule. Da sehe ich sie schon an der Ecke sitzen. Natürlich immer nur bei ihm. So wie es immer ist. Der Stich in meinem Herzen wird runter geschluckt. So wie es immer ist. Und mein Schmerz wird mit sinnlosem Gelaber weggeredet. All das hält mich am Leben, aber nur weil es mich die Sachen vergessen lässt, die mich umbringen würden. Später bin ich mit ihr alleine und ich erzähle ihr was ich über all ihre Probleme wieder einmal gehört habe. Sie ist meine Beste Freundin, zumindest nenne ich sie so. Sie verletzt mich, jeden Tag. Ich hab nicht den Mut ihr zu sagen wie sehr sie mich damit verletzt. Ich will nicht verlassen werden. Noch einen Verlust halte ich nicht aus. Und ich kenne sie, ich kenne sie gut. Und wenn ich ihr sagen würde, dass sie mein Herz nimmt und drauf tritt jedesmal wenn sie mit ihm alleine ist, dann würde ich alleine mit meinem zertrampelten Herz zurück bleiben. So wie es immer ist. Und das wäre mein Untergang.
für F.
4. November 2012
There are things no one understands. Things i can't even explain to myself. I once red the sentence depression is like drowning and everyone around you is still breathing. And i drowned in it cause this was actually how i felt the whole time before. I felt so lost in the large sea called life. Everyone around me knew where to swim, except me. I just wasn't good enough for this swimming. I was too less of anything, everyone else had. And so i drowned. I sank down to the deep bottom of the sea. And there i'm still lying and waiting for some beautiful boy to safe me from my old ways and teach me how to swim.
7. Oktober 2012
# 14
Wenn ich nicht so unsicher wäre, dann wäres tausend mal einfacher. Wenn ich einfach wissen würde was ich wollte, dann könnte ich auch so handeln. Wenn ich nicht im konjunktiv denken müsste, dann hätte ich alles erreicht was ich wollte. Dann müsste ich jetzt nicht hier sitzen und mir den Kopf darüber zerbrechen. Dann hätte ich nicht dieses quälende Gefühl in meinem Bauch. Dann würde ich mich selbst nicht so hassen. Wenn damals alles anders gelaufen wäre, dann könnte ich heute lachen und es auch so meinen. Dann würde mein Kopf mich nicht mit Bildern jagen, die ich niemals sehen werde. Mit Dingen, die hätten passieren sollen, doch nur Hirngespinste blieben. Dann könnte ich heute Nacht in seinen Armen einschlafen und morgen früh neben ihm aufwachen und alles wäre perfekt. Wenn es doch nur so wäre. Was wäre wirklich anders? Vielleicht bin ich dazu bestimmt so etwas zu fühlen, zu denken, zu sehen. Vielleicht gehört es dazu, zu meiner Geschichte. Vielleicht muss es so sein.
Aber dass sind nur die Hilfeschreie meiner kaputten Seele.
5. Oktober 2012
Getaggt
von Scarlet, danke dir♥
1. Was ist für euch Liebe?
Liebe ist das Gefühl, wenn du morgens aufwachst und dein erster Gedanke sofort an ihm hängt. Der süße Schmerz, der durch deinen Körper fährt, wenn du ihn siehst. Das Kribbeln in deinem Bauch durch das du dich fühlst als könntest du mit ihm davon fliegen. Einzig und allein das Vertrauen, das du in diese Person legen kannst und weißt, dass sie dich niemals verletzten würde. Das geben und nehmen. Das Zuhören. Das für einander da Sein. Die Geborgenheit in seinen Armen einzuschlafen und aufzuwachen. Lieben ist riskant und wer es wagt gewinnt oder verliert alles.
2. Was glaubt ihr, was passiert, nachdem man gestorben ist?
Nichts. Dann ist einfach nichts mehr. Ich glaube nicht an dieses Jenseits, ans Paradies. Man schließt ein letztes mal seine Augen und alles ist einfach nicht mehr da. Keine Gedanken, keine Worte, kein Schmerz. Es ist die Erlösung von allem menschlichen, weltlichen. So kann ich es mir am Besten vorstellen.
hm, mir fällt grad nichts dazu ein.
4. Wenn ihr etwas an euch ändern könntet (physisch), was würdet ihr ändern (und nein, nein, nein. Dünner sein zählt nicht.)?
Meine Nase. Es gibt nichts, dass ich mehr an meinem Körper hasse. Alle sagen zwar, dass sie gar nicht so schlimm sei, aber ich habe selber Augen im Kopf. Ich weiß das sie lügen.
5. Welches ist euer Lieblingszitat? (Kurzprosawerke sind auch erlaubt zu nennen.)
Oh ich habe viele, aber im Moment liebe ich dieses hier:
❝ i'm seeing everything.
in flashes like winking,
fireflies and red lights
that turn green too soon.
we've made some promises, you and i.
we shut our eyes, kept them closed
so we wouldn't have to see them crumble.
and get swallowed by the earth,
once it split in two
like we knew it would.
maybe i am just too much of nothing
and too little of everything else.❞
6. Wenn du ein was in deinem Leben rückgängig machen könntest, würdest du es tun und was wäre das?
Ohja ich würde das rückgängig machen, womit das alles hier begonnen hat.
7. Welches Lied erinnert euch an eure Kindheit?
Der Ketchup Song, keine Ahnung wieso.. :-D
8. Wie lautet der erste Satz eures Lieblingsbuches?
"Everybody was sitting on sleeping bags, Alaska smoking with flagrant disregard for the overwhelming flammability of the structure, when the Colonel pulled out a single piece of computer paper and read from it. [...]" Looking for Alaska - John Green
[...] er:'Ja ich erinnere mich auch nur an so komische Sachen.'
ich: 'was denn?'
er: 'weißt du noch als wir Sonntag im Kino waren?'
ich:'klar!'
er: 'Unsere Bestellnummer war 252, das schwirrt die ganze Zeit durch meinen Kopf.'
[...]
ist irgendwie unspektakulär, aber ich fand das so süß, ich kam nicht mehr aus dem Grinsen raus.
10. Was ist euer Lieblingsduft? (Kann ein bestimmtes Parfüm sein oder sowas wie Wald, Plätzchen, etc.)
Der Geruch von meiner Mama
11. Was würdet ihr gerne einmal tun?
Einen ganzen Tag mit ihm im Bett verbringen und kuscheln und küssen und alles was dazu gehört.. Einmal geliebt werden.
3. Oktober 2012
#13
Und schon war es wieder da. So kurzfristig wie ich es verjagt hatte, klopfte es auch wieder an meine Tür. Die dunkle Straße rast vor meinen Augen entlang und alles in mir schreit. Mein Herz verbrennt. Und ich kann nichts machen. Nur dasitzen und innerlich leiden. Da war es wieder, das Gefühl, das ich vergessen hatte. Das Gefühl von einem zerbrechenden Herzen. Ich bin so wenig. Zu wenig um zu sein. Zu wenig um zu leben. Ich bin nicht gut genug, für nichts. Ich kann es nicht in Worte fassen. Aber alles in mir kann nicht mehr, ist zu Boden gerissen und zertrampelt worden. Wird es irgendwann besser, leichter? Die Frage die mich nicht los lässt, zu lange schon. Getragen von der dämlichen Hoffnung, die mich im Endeffekt nur noch mehr leiden lässt, stehe ich morgens auf. Aber es kommt der Punkt, da fragt man erneut nach dem Sinn. Ich klammere mich zu stark an nicht existierende Fakten. An meine Hirngespinste. Ich will ja hoffen, will ja leben, aber so kann ich es nicht mehr.
2. Oktober 2012
Lieber J.
Ich weiß nicht was da zwischen uns war. Ich weiß auch nicht ob es überhaupt irgendetwas war. Ich kann nicht einschätzen wie du das ganze empfunden hast. Ich habe es versucht und hab mir tagelang den Kopf darüber zerbrochen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass du vermutlich nicht mal eine volle Minute deines Tages an mich verschwendet hast. Deswegen habe ich auch versucht es zu lassen. Aber ich ertrage den Gedanken nicht, dass ich im endeffeckt wieder alleine da stehen werde. Ich will mir selbst nicht eingestehen, dass ich wieder einmal verloren habe. Wirklich ich habe alles versucht was ich konnte. Ich habe auf teufel komm raus versucht unsere Konversation aufrecht zu erhalten. Habe Dinge getan die ich bereue und das nur damit du nicht deine Aufmerksamkeit auf jemanden anderes richtest. Aber ich muss dir sagen, dass habe ich nicht wegen dir getan. Ich habs für mich selbst getan. Und das ist das schlimmste daran. Ich habe mich doppelt selbst verletzt und wollte doch das Gegenteil von all dem. Ich wollte einmal was richtig machen, was schaffen. Ich wollte einmal am Ende als Gewinnerin dastehen. Und es tut mir leid, dass ich deine Zeit verschwendet habe. Es tut mir leid, dass ich dich höchstwahrscheinlich so genervt habe. Ich weiß, dass früher oder später jeder genug von mir hat, ist immer so. Ich denke zu viel und kann es nicht lassen. Und ich hoffe einfach nur, dass wie eventuell trotzdem Freunde sein können.
Ich habe immer auf einen Kuss gewartet. Jedesmal wenn ich auf deinem Bett saß. Ich habe die Situation abgeschätzt, soll ich es tun oder nicht? Und ich bin immer dabei geblieben, dass ich zu feige bin. Und du anscheinend auch. Oder ich verstehe dich noch weniger als ich es dachte. Du warst ein Rätsel für mich, weil ich nicht verstanden habe wieso du all diese Dinge gesagt und getan hast und doch nie meine Nähe gesucht hast. Ich verstehe es bis heute nicht.
Ava June.
P.S. falls du diesen Brief wirklich irgendwann liest (was ich nicht glaube) dann will ich, dass du trotzdem mit einem lächeln aufhörst, denn du musst wissen: danach habe ich mir die Birne zu gekippt, bin hart abgestürzt, bin mit den Lichtern geflogen (meine Zigaretten waren leer, arrrg) und versucht mich an den nächst besten Jungen ran zu machen, ob es geklappt hat brauchst du auch nicht zu wissen. Vielleicht küsse ich dich ja auch irgendwann mal.
25. September 2012
i can't say that didn't hurt.
Ich hab es gesehen
in meinen Träumen
du, und all die kleinen Dinge
alles was ich mit dir verbinde
nach so kurzer Zeit
nach so wenigen Stunden
werde ich immer stolpern
über Dinge und dich sehen
dein Lachen
deine Worte
Gedanken die strömten
als gäb's kein Morgen mehr
nur das Jetzt
alles was existierte
und nun nicht mehr ist
was in mir schwamm
und so qualvoll ertrank
jedes deiner Gesichter
Versuche dich zu entschlüsseln,
zu verstehen
wusste nie was du denkst
dem Ende so nah
versuchte ich noch
zu rennen und zurück
zurück zum Start zu gelangen
gegen die Zeit zu kämpfen
denn unsere war gekommen
zu früh, zu schnell
du gabst mir nichts
außer Erinnerungen
die mich zerreißen, tief in mir
weiß ich das es alles war
und doch bleibt ein Vielleicht,
dass alles so unerträglich macht
meine Augen bluten lässt
in meinen Adern friert
liebe in meinen Gedanken zurück lässt
und doch so viel Hass in mein Herz brennt
in meinen Träumen
du, und all die kleinen Dinge
alles was ich mit dir verbinde
nach so kurzer Zeit
nach so wenigen Stunden
werde ich immer stolpern
über Dinge und dich sehen
dein Lachen
deine Worte
Gedanken die strömten
als gäb's kein Morgen mehr
nur das Jetzt
alles was existierte
und nun nicht mehr ist
was in mir schwamm
und so qualvoll ertrank
jedes deiner Gesichter
Versuche dich zu entschlüsseln,
zu verstehen
wusste nie was du denkst
dem Ende so nah
versuchte ich noch
zu rennen und zurück
zurück zum Start zu gelangen
gegen die Zeit zu kämpfen
denn unsere war gekommen
zu früh, zu schnell
du gabst mir nichts
außer Erinnerungen
die mich zerreißen, tief in mir
weiß ich das es alles war
und doch bleibt ein Vielleicht,
dass alles so unerträglich macht
meine Augen bluten lässt
in meinen Adern friert
liebe in meinen Gedanken zurück lässt
und doch so viel Hass in mein Herz brennt
24. September 2012
#12
Als würde jedes Molekül nur eine Sprache sprechen. Jedes Wort das er sagt nur eine Bedeutung haben. Und doch kann ich es nicht verstehen. Als wäre alles was er sagt und tut aus einer fremden Kultur, mit fremden Worten. Und ich versteh es nicht. Ich sitze nur da und nicke. Erwarte Dinge, die ich nicht zu erwarten würdig bin. Denke zu vieles, dass mich aufwirft und zweifellos fallen lässt. Jede Faser meines Körpers schreit nach meiner Vernunft. Doch die Hoffnung hat sie ermordet, eiskalt erstickt, verfolgt von dem Wissen, das mir fehlt. Von den Antworten die mir ausbleiben. Von dem zu großen Fragezeichen in meinem Kopf, dass mich zu dieser unsicheren Person macht, die alles und einfach jedes zerstört was sie in die Finger bekommt. Danach schreit jedes Element und alles in mir flüstert nach der zu nahen Erlösung, die zu weit weg scheint um nach den Sternen zu greifen. Letztendlich liege ich jeden Abend in meinem Bett und weiß nicht wie ich so weiter machen soll. Stehe jeden morgen aus und weiß auch nicht wofür. Meine Existenz erscheint so fragwürdig, dass jede neue Frage mich nur noch mehr erdrückt und drückt, so dass ich mich doch ernsthaft fragen muss: Habe ich bereits alles zerstört?
9. September 2012
#11
Es sind die Worte die er nicht gesagt hat. All die Dinge die unausgesprochen zwischen uns liegen. Diese Dinge die zu laut wären um sie hinauszulassen. Sie schwimmen im See meines Herzens. Tauchen unter und schnappen wieder nach Luft. Ziehen genüsslich ihre Bahnen. Während ich versuche sie zu ertränken in ihrem eigenen Sud, sie runter zu ziehen und veröden zu lassen. Vergebens kämpfe ich um mein Herz. Ohne zu merken, dass ich es bereits an ihn verloren habe. Ohne zu wollen, dass er je eine solche Macht über mich besitzt. Ohne zu wissen ob es diese Dinge gibt, die in meinem Herzen herum planschen, so voller Lebensfreude, so als wären sie wirklich Real.
8. September 2012
#10
Es ist der abgrundtiefe Schlund auf dessen Rand ich balanciere, der eiskalte Polarwind der sich ewig und immer um meinen Körper schlingt, die riesigen Lasten vergangener Zeiten die auf meinen Schultern liegen, das endlos weit entfernte 'Exit'-Schild das ich wohl niemals erreichen werde. Alles in meinem Universum dreht sich stetig um die selbe Achse und immer wieder kreuze ich die gleichen Gedanken, die selben Worte und die exakt identischen Gefühle. Ohne das ich entweichen kann, ohne das ich verstehe was mit mir passiert, ohne die geringste Chance oder Hoffnung. Es ist einfach dieses so fragwürdig fragile Spiel, das es einfach nicht zu gewinnen, sondern nur zu verlieren gilt.
Ich hab einfach diese riesige Angst die mich von innen auffrisst, die Angst, dass ich niemals für irgendjemanden gut genug sein werde. Dass alle irgendwann checken wie schrecklich kaputt und unsicher ich bin. Bis alle wissen wie sehr ich mich selbst verabscheue, dass dieser Hass auf jeden abfärbt, der länger als 10min mit mir im selben Raum ist. Ich habe schreckliche Angst, dass jeder mich irgendwann verlassen wird, dass ich am Ende immer wieder alleine mit mir und meinen Gefühlen zurück bleibe, die ich sowie so vor mir selbst und allen anderen leugne. Ich schäme mich für mich selbst - für meine Ängste, meine Gefühle und all diese Gedanken. Und alles was ich will ist einmal nicht alleine zu Enden. Einmal will ich, dass ich nicht zu wenig für ihn bin, dass ich einmal für jemand genug bin. Ich will auch einmal ein Happy End.
5. September 2012
#9
Es war das süßeste das jemals zu mir gesagt wurde und wenn ich so recht darüber nachdenke, dann wird mir erst jetzt klar wie süß es eigentlich war. [...] "Weißt du noch als wir im Kino waren?" "Klar." "Ich kann mich immer noch an unsere Bestellnummer erinnern." "Echt?" "255" [...] Ich komme nicht umhin, ich muss grinsen. Jedesmal wenn ich daran denke. Denn das bedeutet, dass diese Nummer, dieser Tag, dieses Event ihm was bedeutet hat. Er würde sich doch sonst nicht an unsere Bestellnummer erinnern. Ich weiß nicht ob ich mir da nur wieder was zurecht denke oder ob ich mir wirklich Hoffnungen machen darf. Darf ich dieses Mal riskieren?
Er sagt mir jedes Mal wie hübsch ich wäre. Er fragt mich immer ob wir uns treffen wollen. Und doch weiß ich nicht ob er wirklich mehr will als nur Freundschaft. Ich hab einfach nur Angst mir wieder Hoffnungen zu machen und dann doch wieder enttäuscht zu werden.
2. September 2012
#8
Sie liegt da und drückt meine Hand. Ihr Gesicht von Schmerz verzerrt, quetscht sich eine kleine Träne aus dem nichts heraus. Auf sie folgen immer mehr und man hört ein Schluchtzen. Dieses Geräusch zieht sich durch meinen ganzen Körper, brennt sich in meine Knochen. Als würde sie durch ihre Hand den Schmerz in meinen Körper pumpen. Ich sehe sie nur an. Kann nicht reagieren. Wie gelähmt starre ich auf ihre Tränen. Am liebsten würde ich sie schütteln und sie anschreien. Doch ich kann mich nicht rühren. Alles was ich noch spüre ist die Träne die nun auch über meine Wange rollt. Bitte hör wieder auf zu weinen, Mama! Ich ertrage es nicht dich so zu sehen. Und bitte komm nach Hause. Und werd wieder gesund! Ich brauche dich hier doch!
Hm tja irgendwie sollte ich euch jetzt irgendeine herzzerreißende Geschichte erzählen können. Irgendwas das von Bedeutung ist. Aber da gibt es nichts zu erzählen. Er hat mir gesagt, dass ich gut aussehen würde und er will sich nochmal mit mir treffen, aber das war auch schon alles. Ich weiß nicht was er will. Ich kann ihn nicht einschätzen. Weiß also nicht wie ich reagieren soll. Eigentlich brauche ich jemanden der laut ist und mich voll labern kann, nur wollen solche Menschen nichts von einer wie mir wissen. Doch ist er schon irgendwie.. süß. Ich denke ich werde es wohl riskieren müssen. Auch wenn ich ihn absolut nicht entziffern kann. Vielleicht ist es einfach so, dass er mir zu ähnlich ist. Ich versteh mich ja selbst auch nicht..
Ich habe immer von so etwas geträumt, wollte so etwas. Doch nun wo es da ist.. will ich es nicht mehr. Ich fühle mich unwohl damit Menschen an mich ran zu lassen. Irgendwie endet es immer so, dass ich sie von mir weg schiebe. Wenn mir jemand zu nahe kommt, muss er gehen. Ich weiß nicht ob das so richtig ist oder ob sich das irgendwann ändern wird.
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Ich muss das hier einfach irgendwem sagen, der mich nicht dafür verurteilt, auch wenn es wahrscheinlich niemand lesen wird, es hilft mir und deswegen sage ich danke. danke an euch!
1. September 2012
Ich weiß nicht wie all die normalen Menschen das machen. Ich hab echt keinen plan wie sie mit all dem einfach so klar kommen können. Ich weiß nicht wie ich all diese Sachen, die eigentlich egal sein sollten, los lassen kann. Weil es diese eigentlich so normalen Dinge sind, die mich innerlich zerreißen, die mich dazu bringen all diese erdrückenden Gedanken zu denken.
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Ich will mich in meinem Bett verkriechen und dort nie wieder raus kommen. Ich bin nicht dazu gemacht am Leben teilzunehmen. Ich bin so schlecht darin. Ich mache mich selbst so verrückt, dass ich auf nichts mehr Lust habe. Ich will es schon gar nicht mehr. Ich kann es nicht. Und ernsthaft, ich weiß nicht wie alle anderen es machen. Ich kann es jedenfalls nicht. Aber jetzt gibt es kein drum herum mehr. Ich kann jetzt nicht mehr weglaufen. Kann mich nicht mehr vor jeder Herausforderung drücken. In ein paar Stunden bin ich am arsch, am arsch sag ich euch. Und verkacken werde ichs aufs übelste. Also bye. Erstes Date, go.
29. August 2012
#6
Langsam lese ich seinen Text immer wieder. Solange bis die Worte verschwimmen. Bis sie keinen Sinn mehr haben. Bis sie nicht mehr real sind. Immer noch wie gelähmt, tippe ich die Worte in mein Handy. Die Worte die in mein Herz stechen wie Nadeln. Wie konnte ich es so weit kommen lassen? Wieso war ich so dumm und hab seinen Worten glauben geschenkt. Er war wie der Regen für meine ausgetrocknete Hoffnung. Und für einen Moment hat es sich gut angefühlt. Für einen Moment habe ich selbst daran geglaubt. Bis mich eine eiskalte Stimme daran erinnert, dass ich gar nicht schwimmen kann. Und so sinke ich wieder. Sinke zurück auf den Boden der Tatsachen. Ich meine wer würde mich freiwillig lieben, dass wäre dumm. Ich bin einfach niemand den man gern haben kann. Ich weiß nicht ob ich stark genug dafür bin. Für das alles, fürs riskieren, fürs leben. Ich glaube ich kann es nicht. Alles was ich kann ist Dinge kaputt machen. Manchmal denke ich.. aufzugeben wäre wohl das einfachste..
#5
Meine Mum liegt jetzt im Krankenhaus. Auf so einem langen kalten Tisch. Und vermutlich wühlen grade ein paar Ärzte in ihr rum. Und immer wieder jagt mich der Gedanke, dass sie nicht wieder kommt, dass sie am Ende so kalt ist wie der Tisch auf dem sie liegt. Das wäre dann nicht nur ihr Ende, sondern auch meins.
Aber die Dinge passieren nie so wie ich sie mir vorstelle. Klingt jetzt komisch, aber damit halte ich mich jedes mal über Wasser. Es ist noch nie etwas so passiert wie ich es mir vorgestellt habe. Und deswegen wird sich das auch nicht ändern. Trotzdem habe ich Zweifel, zu große und still sitzen zu können. Ich will meine Mum nicht verlieren. Sie darf nicht auch noch verschwinden. Menschen verlassen, dass ist so ihre Angewohnheit. Jeder wird jeden im Endeffekt allein zurück lassen. Aber bitte noch nicht jetzt. Ich brauche dich, Mama.
27. August 2012
Looking for Alaska
Zitate
"She looked at me and smiled widely, and such a wide smile on her narrow face might have looked goofy were it not for the unimpeachably elegant green in her eyes. She smiled with all the delight of a kid on Christmas morning and said, 'You all smoke to enoy it. I smoke to die.' "
"You spent your whole life stuck in the Labyrinth, thinking about how you'll escape it one day, and how awesome it will be, and imagining that future keeps you going, but you never do it. You just use the future to escape the present."
"'We're all going' MC Kinley said to his wife, and we sure are. There's your Labyrinth of suffering. Wer are all going. Find your way out of that maze."
"And I wanted so badly to lie down next to her on the couch, to wrap my arms around her and sleep. Not fuck, like in the movies. Not even have sex. Just sleep together, in the most innocent sense of the phrase. But I lacked the courage and she had a boyfriend and I was gawky and she was gorgeous and I was hopelessly boring and she was endlessly fascinating. So I walked back to my room and collapsed on the bottom bunk, thinking that if people were rain, I was a drizzle and she was a hurricane."
"It always shocked me when i realized that i wasn't the only person in the world who thought and felt such strange and awful things."
"What you must understand about me is that I'm a deeply unhappy person."
Eines der schönsten Bücher das ich je gelesen habe, ernsthaft.
26. August 2012
#4
26.08.12
Irgendwie ist es so, dass ich nicht ausdrücken kann was ich wirklich denke. Nicht mit Worten, nicht mit Bildern, gar nicht. In meinem Kopf ergibt es alles Sinn. Nur nicht außerhalb von ihm. Alles ist da. Und irgendwie passt es auch. Aber es ist so undeutlich und so weit weit weg. Ich kann es nicht sagen. Wie soll ich etwas beschreiben das ich selbst nicht ganz verstehe. Ich verstehe meine eigenen Gedanken einfach nicht. Sie ergeben zwar Sinn, irgendwo tun sie das, aber irgendwie auch wieder nicht. Ich weiß nicht ob so etwas normal ist. Ich weiß nicht woran man überhaupt definiert was normal ist und was es nicht ist. Ich weiß aber, dass all das in meinem Kopf existiert. All dass wonach ich suche ist schon längst da. Es schwirrt in mir herum und wartet darauf das ich es verstehe, dass ich all die Bilder und Wortfetzen zusammen fügen kann. Ich weiß nicht ob das irgendjemand nachvollziehen kann. Ob mich irgendwer da draußen versteht. Ob jemand auch diese Gedankenstürme überleben muss. Ob jemand genau wie ich jeden Tag verzweifelt über einem Blatt Papier hängt und versucht all diese Dinge zu verstehen. All das was ich einfach nicht begreifen will.
Das hört sich so verrückt an. Nicht nach mir. Gar nicht. Und doch ist all das aus meinem Kopf, in meine Finger, auf diesen Blog. Und ich verstehs nicht. Ich kriegs einfach nicht wieder in meinen Schädel rein!
Wisst ihr, ich habe das Gefühl immer wenn mich etwas beschäftigt, dann dreht mein Kopf besonders weit ab. Dann versinke ich zu tief in mir selbst. Und es ist so, dass ich mittlerweile lieber mit mir alleine bin als unter Menschen. Früher konnte ich nicht alleine sein. Ich hab es mit mir selbst nicht ausgehalten. Doch das hat sich geändert. Ich will verstehen was in mir passiert. Ich will davor nicht mehr weglaufen. Ich will mich dem stellen. Denn früher oder später würde es mich eh einholen. Es gehört eben zu mir. Und ich muss lernen damit umzugehen. Ich muss es verstehen um jemals glücklich werden zu können. Und manchmal wünsche ich mir nichts mehr, als all das in meinem Kopf nicht sehen zu müssen, dass ich einfach durchschnitt wäre, dass ich normal leben könnte ohne dass ich mir über alles und jeden den Kopf zerbrechen muss. Die Bilder verfolgen mich. Und ich will, dass ich keine Bilder mehr sehen muss. Aber ich sehe sie und deswegen muss ich sie verstehen können. Egal wie lange es dauern wird, egal wie viele sinnfreie Texte ich schreiben muss. Ich weiß, dass im Ende alles Sinn ergeben wird. Ich weiß es einfach.
Eigentlich wollte ich von meinen Zweifeln erzählen. Meinen Zweifeln an den Menschen. Ich weiß nicht ob ich vertrauen kann. Ob ich vertrauen sollte. Ich stelle mir vor, dass alle hinter meinem Rücken über mich lachen. Darüber wie dumm ich bin, dass ich ihnen vertraue. Ich werde langsam auch noch paranoid. Aber wer sagt, dass es nicht genau so ist? Wer verdammt.
Alles was ich brauche ist jemand, der mich in den Arm nimmt und mir sagt, dass alles gut wird. Doch dazu muss man erst einmal vertrauen. Vertrauen ist anscheinend alles. Und alles was ich nicht kann.
Zu langer Text. Deswegen mach ich jetzt Schluss.
Könnte immer weiter und weiter schreiben. Ava June♥
23. August 2012
#3
23.08.2012
Es gibt eine Frage, die sich immer wiederholt. Die sich immer wieder in den Vordergrund drängt. Die sich längst aufgestaut hat. Und auf die es so viele mögliche Antworten gibt die keine Antwort bringen. Jeder kennt diese Frage und doch will sie niemand beantworten. Sie schwirrt durch jeden Kopf. Früher oder später im Leben taucht sie auf. Es ist diese, die alles von Grund auf hinterfragt. Die alles in Frage stellt. Die jeden Baum zum einknicken bringt und auch den schlausten Denker verzweifeln lässt. Philosophen ist sie grade Frage genug. Und doch nicht ausreichend für den kleinen Mann. Sie ist der Grund wieso tausende nicht schlafen können. Nachts wach liegen und sich die Köpfe zerbrechen. Und jeder Mensch findet andere Antworten. Doch man ist niemals zufrieden. Man strebt nach dieser einen Antwort, die so riesig und unerreichbar scheint. Für die wohl kein irdisches Wesen die Lösung weiß. Weil alles was auf dieser Welt ist, so wie es ist, ein Ende findet. Und selbst dieses hinterfragt die größte Frage seid es Worte gibt. Sie war immer da. Schwirrte durch die Atmosphäre. Und bleibt bis der letzte Atemzug getan ist. Denn mit ihm wird auch sie in Vergessenheit geraten. Jeder Gedanke wird versinken. Im tiefen dunklen Abgrund. Diesem schwarzen Loch auf das wir uns unaufhörlich zu bewegen. Und doch ist wohl alles und nichts die Antwort nach der man sucht. Denn im Ende muss jeder für sich selbst entscheiden ob ihm dieses Leben Antwort genug war.
21. August 2012
Notizbuch
Eintrag vom 19.07.2012
Am unglücklichsten macht mich die Vorstellung, wie mein Leben heute sein könnte, es aber nicht ist. Und andauernd werde ich daran erinnert. Die Vergangenheit verfolgt mich. Und das wirft mich selbst zurück. Es macht mir schreckliche Angst vor der Zukunft. Davor etwas zu riskieren, denn alles was ich letztendlich fühlen werde ist Schmerz. Das ist immer so. Warum sollte sich also irgendwas verändern?
Wenn ich mich selbst nicht vorwärts bewege, wieso sollten es die Dinge um mich herum tun [...] Ich habe das Gefühl mein Gehirn fängt langsam an all diese Erinnerungen abzustoßen. Sie verschwimmen immer mehr. Verlieren ihre Farbe, ihren Geruch. Bis nur eine unscharfe graue Masse überbleibt. Ich will das Dinge besser werden. Ich will nach vorne sehen. Ich will mich daran erinnern können.
19. August 2012
#2
19.08.12
Wieder einmal die Leck-mich-am-Arsch Position erreicht. Wollte niemals das es so weit kommt. Ich wollte, dass mal alles grade läuft. Wollte alles richtig machen. Aber ich habs versaut. Es war nur eine Frage der Zeit. Jeder hat irgendwann genug von mir. Ich weiß das. Ich merks ja selber wie gestört ich bin. Ich dacht nur, wenn ich mich anstrenge, dann klappt es vielleicht. Ich wollts nicht wahrhaben. Ich wollte es nicht kaputt machen. Ich hoffe du kannst mir verzeihen. Denn ich weiß nicht was ich noch tun soll. Mein bestes ist nie gut genug.
Du warst mein Grund wieder zu hoffen. Du warst die kleine Flamme, die meine dunkle Welt ein kleines bisschen heller gemacht hat. Doch so schnell wie du aus dem nichts erschienen bist, bist du dadrin auch wieder verschwunden. Bitte komm zurück. Ich will meine Hoffnung noch nicht sterben lassen.
18. August 2012
#1 - another beginning
Gefühle ausdrücken ist eigentlich nicht so mein Ding. Fühlen fällt mir schwer nach allem was passiert ist. Ich versuche nicht daran zu denken aber irgendwann rutschen meine Gedanken doch immer ab und alles prasselt auf mich ein. Ein riesiger Haufen ungefühlter Gefühle, ungesagter Worte und zu oft gedachter Gedanken. Am unglücklichsten macht mich die Vorstellung, wie mein leben sein könnte, es aber nicht ist. Und andauernd werde ich daran erinnert. Die Vergangenheit verfolgt mich. Und das wirft mich selbst zurück. Es macht mir schreckliche Angst vor der Zukunft. Davor etwas zu riskieren, denn alles was ich letztendlich fühlen werde, ist Schmerz. Das ist immer so. Warum sollte sich also irgendetwas verändern?
Wenn ich mich selbst nicht Vorwärts bewege, wieso sollten es die Dinge um mich herum tun.


















