Ich wünschte ich könnte sie hassen. Ich wünsche es mir wirklich. Ich will sie hassen sie anschreien und endgültig hinter mir lassen. Immer wieder ziehe ich die Scheiße an. Immer wieder falle ich und falle ich und ich habe langsam kein bock mehr wieder aufzustehen. Und immer steht sie neben mir und guckt nur. Versucht mir gut zu zureden, aber sie versteht nicht, dass im Prinzip sie das Problem ist. Denn wenn ich falle, dann in ihrem Schatten. Doch meistens ist sie es die mich an den Händen hält und mich führt, weil ich meinen weg vor langer Zeit verloren habe. Und doch fing alles schon damals schon so an. Immer sie und niemals ich. Und ich wünschte um alles auf der Welt, dass ich sie hassen könnte, aber sie ist alles was mir geblieben ist, auch wenn sie mich nur noch mehr verletzt. Ich weiß nicht was ich machen soll. Wie kann ich das lieben, das mich so so tief verletzt? Wie kann ich damit leben?
19. Februar 2013
17. Februar 2013
ich weiß nicht sagt ihr es mir
Ich schwöre mir jedes Mal, dass es das letzte Mal war. Immer wenn ich in Mitten dieser Menge stehe und panisch werde. Immer wenn ich nichts anderes im Kopf habe als Selbstmord. Zähle die Sekunden, die Stunden bis ich wieder zu Hause bin. Rechne Milligramm für Milligramm die exakte Dosis aus. Gucke bewusst ein letztes Mal in ihre Gesichter und lächle sie an. Hoffe innerlich, dass sie in meinen Augen den Schmerz sehen können. Aber er scheint unsichtbar. Sie lächeln bloß zurück. Es kriecht aus den Gläsern zu meinen Füßen und schleicht langsam hoch bis in meine Kehle. Vernebelt meinen Kopf. Nimmt mir die Luft zum Atmen.
Es ist immer so. Am nächsten Morgen wache ich voller Selbstzweifel und Hass auf. Der Alkohol aus meinem Blut schon fast verweht und mein Mut mit ihm. Ich traue es mich letztlich doch nie. Zu sehr halte ich an diesem kleinen Funken Hoffnung fest, dass mich doch irgendwann jemand mal bemerkt. Dass man mich anguckt, mich sieht. Ich will gesehen werde. Aber neben ihr ist das einfach unmöglich. Sie hat alles was ich immer wollte. Sie bekommt ihre Bestätigung im Sekundentakt. Und das alles tut so weh. Es hat angefangen als ich zum ersten Mal sah wie er sie angeguckt hat. Das war vor über drei Jahren. Da hat er sie angeguckt und nicht mich. Und seit dem läuft es immer so. Die selbe Masche, jedes Mal.
Ich bin nie genug. Nicht genug um geliebt zu werden. Und wenn ich doch einmal bemerkt werde, dann werde ich nur verarscht. Und werde weiter in meinen Abgrund geschupst. Noch mehr Narben verzieren meine Haut und innerlich bin ich sowie so schon komplett zerstört. Und niemand sieht es. Wie sollen sie auch. Ich lasse ja niemanden an mich heran. Aber wie könnte ich auch? Ich würde doch eh nur verletzt werden.
Letztendlich tut alles in meinem Leben weh. Jeder Atemzug, Jeder Schritt, Jedes Wort. Alles schneidet wie zerbrochenes Glas meine Seele. Und ich schlucke es nur runter. Um des Gesellschafts-Drucks-Willen. Ales nur um nicht anders zu sein.
Doch dann - Ihr glaubt es mir nicht und ich auch nicht. Doch dann kam er in meine Gedankenwelt. Zunächst unbemerkt schlich er in ihr umher. Keiner großen Beachtung gegeben. Aber er war da und langsam aber sicher widmete ich mich auch ihm. Und dann sah ich ihn. Ich bemerkte ihn. Und auf einmal trat er in den Vordergrund. Ich zählte die Sekunden, die Stunden bis ich ihn wieder sah. Und dann - da war er. Meine Hoffnungen, die ich so weit bedeckt hielt, dass sie mir keinen größeren Schaden hätten zufügen können, hielten sich ruhig... zunächst. Denn zunächst war ich damit beschäftigt zu sehen wie alle jemanden hatten denen sie etwas bedeuteten und ich nur flüchtige Berührungen mit Fremden, die mich anekelten. Mein Hass stieg und meine Hoffnungen schwanden. Doch dann - Ihr glaubt es nicht - dann konnte ich seine Hand spüren. Seine Hände die langsam und sanft meine Hüfte berühren. Seine ruhige Stimme hinter mir. Seinen Duft riechen. Und seine Hände auf mir, die sich behutsam und doch stark um meinen Körper schlingen. Und mein Herz das rast. Und ich konnte seinen Körper an meinem spüren und seinen Atem an meinem Kopf. Und seine Hände die nach meinen griffen. Und aufeinmal hatte ich es wieder gefunden. Ich wusste es wieder. Ich wusste wieder wieso ich die ganze Zeit am Leben geblieben bin. Für diesen Moment. Für das hier. Dafür hatte ich gelitten. Und auch wenn es schon wieder Vergangenheit ist, so habe ich doch diese Erinnerung bei der ich wieder das Gefühl habe etwas Wert zu sein. Und wer weiß, vielleicht ist es auch nur die erste Erinnerung von vielen.
Aber ich könnt euch nicht vorstellen wie schön es ist nicht vor Schmerzen sondern vor Glück zu weinen. Dieses Gefühl. Dafür habe ich das alles ausgehalten.
15. Februar 2013
widersprüche
Voller Schrecken.
Die Zukunft zu nah,
Gegenwart ist zu schnell Vergangenheit.
Vor lauter Angst.
Die Zeiger ticken unaufhörlich.
Schon immer hat es mich erdrückt.
Niemals einsam in der Menschenleeren Wüste.
Ausgetrocknet und auf Knien kriechend
Spuckt die Sonne auf meinen Kopf
Und alles deutet auf das Ende hin.
Voller Angst und vor lauter Schrecken
ertrinke Ich
14. Februar 2013
Für N.
Ich hab dich gesehen. Diesen einen Abend. Ich habe es in deinen Augen gesehen. Es war nur eine Sekunde, nur ein flüchtiger Moment. Aber ich hab es gesehen. Und du weißt es. Du weißt, dass ich es sah. Denn in diesem Moment hast du auch mich gesehen. Hast auch in meine Augen geblickt. Ich konnte nicht wegsehen. Dieses blitzen in deinen Augenwinkeln. Das eifrige zwinkern. Es sah so wunderschön aus. Und für eine Sekunde habe ich überlegt zu dir rüber zu gehen. Dich zu umarmen und in dein Ohr zu flüstern, dass alles wieder gut wird. Aber dann erinnerte ich mich wieder. Niemals zuvor hast du meinen Blick eingefangen. Das werde ich nicht leugnen. Aber als du es dann tatest. Ich schwöre, ich könnte nicht wegsehen. Ich hab dich gesehen. Diesen einen Abend. Ich habe es in deinen Augen gesehen. Die kleine Träne, die du versucht hast wegzuzwinkern.
Aber keine Angst, ich hab es niemandem erzählt. E.
11. Februar 2013
my life
All day long she's waiting for the night to ask her out
To be somebody's dancer, to get lost inside a crowd
There‘s no need to talk, because the music is so loud,
Till a taxi drops her back into a morning full of doubts.
To be somebody's dancer, to get lost inside a crowd
There‘s no need to talk, because the music is so loud,
Till a taxi drops her back into a morning full of doubts.
She can feel like a part of something if she's part of the scene
She can make her life look pretty out a little ice and gin,
Washs off the make-up and prepares the aspirin
Well she can get out of this party dress but she can't get out of this skin.
She can make her life look pretty out a little ice and gin,
Washs off the make-up and prepares the aspirin
Well she can get out of this party dress but she can't get out of this skin.
3. Februar 2013
lebenswertes leben?
Alles schmettert gegen die Wand. Blut strömt dir entgegen. Rot wir Feuer brennt es unter deinen Nägeln. Wunden verzieren deine Haut. Wie betäubt schwebst du durch dein Leben immer auf der Suche nach Dingen, die dir das Gefühl geben noch am Leben zu sein. Guckst in Gesichter und fühlst nur Hass. Jeder funke Glück wird im Keim erstickt. In dieser Welt, in meinem Leben ist es besser keine Hoffnung mit sich zu tragen. Und jeder Gedanke endet auf Tod. Auch wenn ich nie richtig glücklich war. Weiß nicht wie es sich anfühlt zu lieben. Gefühle auf Abstellkammer-Niveau. Ausweichen bis man irgendwo gegen läuft. Das ist kein lebenswertes Leben und jeder Ethiker würde nun laut protestieren, doch ich sage euch: es ist nicht lebenswert.


