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7. Oktober 2012

# 14

Wenn ich nicht so unsicher wäre, dann wäres tausend mal einfacher. Wenn ich einfach wissen würde was ich wollte, dann könnte ich auch so handeln. Wenn ich nicht im konjunktiv denken müsste, dann hätte ich alles erreicht was ich wollte. Dann müsste ich jetzt nicht hier sitzen und mir den Kopf darüber zerbrechen. Dann hätte ich nicht dieses quälende Gefühl in meinem Bauch. Dann würde ich mich selbst nicht so hassen. Wenn damals alles anders gelaufen wäre, dann könnte ich heute lachen und es auch so meinen. Dann würde mein Kopf mich nicht mit Bildern jagen, die ich niemals sehen werde. Mit Dingen, die hätten passieren sollen, doch nur Hirngespinste blieben. Dann könnte ich heute Nacht in seinen Armen einschlafen und morgen früh neben ihm aufwachen und alles wäre perfekt. Wenn es doch nur so wäre. Was wäre wirklich anders? Vielleicht bin ich dazu bestimmt so etwas zu fühlen, zu denken, zu sehen. Vielleicht gehört es dazu, zu meiner Geschichte. Vielleicht muss es so sein. 
Aber dass sind nur die Hilfeschreie meiner kaputten Seele. 

5. Oktober 2012

Getaggt

von Scarlet, danke dir♥
1. Was ist für euch Liebe?
Liebe ist das Gefühl, wenn du morgens aufwachst und dein erster Gedanke sofort an ihm hängt. Der süße Schmerz, der durch deinen Körper fährt, wenn du ihn siehst. Das Kribbeln in deinem Bauch durch das du dich fühlst als könntest du mit ihm davon fliegen. Einzig und allein das Vertrauen, das du in diese Person legen kannst und weißt, dass sie dich niemals verletzten würde. Das geben und nehmen. Das Zuhören. Das für einander da Sein. Die Geborgenheit in seinen Armen einzuschlafen und aufzuwachen. Lieben ist riskant und wer es wagt gewinnt oder verliert alles

2. Was glaubt ihr, was passiert, nachdem man gestorben ist? 
Nichts. Dann ist einfach nichts mehr. Ich glaube nicht an dieses Jenseits, ans Paradies. Man schließt ein letztes mal seine Augen und alles ist einfach nicht mehr da. Keine Gedanken, keine Worte, kein Schmerz. Es ist die Erlösung von allem menschlichen, weltlichen. So kann ich es mir am Besten vorstellen.

3. Kennt ihr etwas besonderes (einen Laden, ein Buch, einen Gegenstand,...), der nicht so bekannt ist? Wenn ja, was? 
hm, mir fällt grad nichts dazu ein.

4. Wenn ihr etwas an euch ändern könntet (physisch), was würdet ihr ändern (und nein, nein, nein. Dünner sein zählt nicht.)? 
Meine Nase. Es gibt nichts, dass ich mehr an meinem Körper hasse. Alle sagen zwar, dass sie gar nicht so schlimm sei, aber ich habe selber Augen im Kopf. Ich weiß das sie lügen.

5. Welches ist euer Lieblingszitat? (Kurzprosawerke sind auch erlaubt zu nennen.) 
Oh ich habe viele, aber im Moment liebe ich dieses hier:
 i'm seeing everything.
in flashes like winking,
fireflies and red lights
that turn green too soon.
we've made some promises, you and i.
we shut our eyes, kept them closed
so we wouldn't have to see them crumble.
and get swallowed by the earth,
once it split in two
like we knew it would.
maybe i am just too much of nothing 
and too little of everything else.


6. Wenn du ein was in deinem Leben rückgängig machen könntest, würdest du es tun und was wäre das? 
Ohja ich würde das rückgängig machen, womit das alles hier begonnen hat.

7. Welches Lied erinnert euch an eure Kindheit? 
Der Ketchup Song, keine Ahnung wieso.. :-D

8. Wie lautet der erste Satz eures Lieblingsbuches? 
"Everybody was sitting on sleeping bags, Alaska smoking with flagrant disregard  for the overwhelming flammability of the structure, when the Colonel pulled out a single piece of computer paper and read from it. [...]" Looking for Alaska - John Green

9. Was ist das schönste, was je jemand zu euch gesagt hat? 
[...] er:'Ja ich erinnere mich auch nur an so komische Sachen.'
ich: 'was denn?'
er: 'weißt du noch als wir Sonntag im Kino waren?'
ich:'klar!'
er: 'Unsere Bestellnummer war 252, das schwirrt die ganze Zeit durch meinen Kopf.'
[...]
ist irgendwie unspektakulär, aber ich fand das so süß, ich kam nicht mehr aus dem Grinsen raus.

10. Was ist euer Lieblingsduft? (Kann ein bestimmtes Parfüm sein oder sowas wie Wald, Plätzchen, etc.) 
Der Geruch von meiner Mama

11. Was würdet ihr gerne einmal tun?
Einen ganzen Tag mit ihm im Bett verbringen und kuscheln und küssen und alles was dazu gehört.. Einmal geliebt werden.

3. Oktober 2012

#13

Und schon war es wieder da. So kurzfristig wie ich es verjagt hatte, klopfte es auch wieder an meine Tür. Die dunkle Straße rast vor meinen Augen entlang und alles in mir schreit. Mein Herz verbrennt. Und ich kann nichts machen. Nur dasitzen und innerlich leiden. Da war es wieder, das Gefühl, das ich vergessen hatte. Das Gefühl von einem zerbrechenden Herzen. Ich bin so wenig. Zu wenig um zu sein. Zu wenig um zu leben. Ich bin nicht gut genug, für nichts. Ich kann es nicht in Worte fassen. Aber alles in mir kann nicht mehr, ist zu Boden gerissen und zertrampelt worden. Wird es irgendwann besser, leichter? Die Frage die mich nicht los lässt, zu lange schon. Getragen von der dämlichen Hoffnung, die mich im Endeffekt nur noch mehr leiden lässt, stehe ich morgens auf. Aber es kommt der Punkt, da fragt man erneut nach dem Sinn. Ich klammere mich zu stark an nicht existierende Fakten. An meine Hirngespinste. Ich will ja hoffen, will ja leben, aber so kann ich es nicht mehr.
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2. Oktober 2012

Lieber J.

Ich weiß nicht was da zwischen uns war. Ich weiß auch nicht ob es überhaupt irgendetwas war. Ich kann nicht einschätzen wie du das ganze empfunden hast. Ich habe es versucht und hab mir tagelang den Kopf darüber zerbrochen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass du vermutlich nicht mal eine volle Minute deines Tages an mich verschwendet hast. Deswegen habe ich auch versucht es zu lassen. Aber ich ertrage den Gedanken nicht, dass ich im endeffeckt wieder alleine da stehen werde. Ich will mir selbst nicht eingestehen, dass ich wieder einmal verloren habe. Wirklich ich habe alles versucht was ich konnte. Ich habe auf teufel komm raus versucht unsere Konversation aufrecht zu erhalten. Habe Dinge getan die ich bereue und das nur damit du nicht deine Aufmerksamkeit auf jemanden anderes richtest. Aber ich muss dir sagen, dass habe ich nicht wegen dir getan. Ich habs für mich selbst getan. Und das ist das schlimmste daran. Ich habe mich doppelt selbst verletzt und wollte doch das Gegenteil von all dem. Ich wollte einmal was richtig machen, was schaffen. Ich wollte einmal am Ende als Gewinnerin dastehen. Und es tut mir leid, dass ich deine Zeit verschwendet habe. Es tut mir leid, dass ich dich höchstwahrscheinlich so genervt habe. Ich weiß, dass früher oder später jeder genug von mir hat, ist immer so. Ich denke zu viel und kann es nicht lassen. Und ich hoffe einfach nur, dass wie eventuell trotzdem Freunde sein können. 
Ich habe immer auf einen Kuss gewartet. Jedesmal wenn ich auf deinem Bett saß. Ich habe die Situation abgeschätzt, soll ich es tun oder nicht? Und ich bin immer dabei geblieben, dass ich zu feige bin. Und du anscheinend auch. Oder ich verstehe dich noch weniger als ich es dachte. Du warst ein Rätsel für mich, weil ich nicht verstanden habe wieso du all diese Dinge gesagt und getan hast und doch nie meine Nähe gesucht hast. Ich verstehe es bis heute nicht. 
Ava June.
P.S. falls du diesen Brief wirklich irgendwann liest (was ich nicht glaube) dann will ich, dass du trotzdem mit einem lächeln aufhörst, denn du musst wissen: danach habe ich mir die Birne zu gekippt, bin hart abgestürzt, bin mit den Lichtern geflogen (meine Zigaretten waren leer, arrrg) und versucht mich an den nächst besten Jungen ran zu machen, ob es geklappt hat brauchst du auch nicht zu wissen. Vielleicht küsse ich dich ja auch irgendwann mal.